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Kompetenzmanagement im Mittelstand

Kompetenzmanagement im Mittelstand: Skill-Matrix und Qualifizierungsplanung aufbauen

Kompetenzmanagement im Mittelstand gewinnt spürbar an Bedeutung, weil Fachkräftemangel, technologischer Wandel und steigende Qualifikationsanforderungen gleichzeitig und mit zunehmender Dynamik auf viele Betriebe einwirken und individuelle Weiterbildungsentscheidungen allein nicht mehr ausreichen, um den mittelfristigen Personalbedarf zu decken. Während Weiterbildung in vielen Unternehmen reaktiv erfolgt, etwa wenn ein konkreter Engpass akut wird, verfolgt Kompetenzmanagement einen vorausschauenden Ansatz: Es erfasst systematisch, welche Fähigkeiten im Unternehmen vorhanden sind, welche zukünftig benötigt werden und wo die daraus resultierenden Lücken am dringlichsten geschlossen werden müssen. Anders als in Großunternehmen, in denen eigene Personalentwicklungsabteilungen solche Prozesse professionell und mit eigenen Budgets begleiten, liegt die Verantwortung im Mittelstand häufig bei der Geschäftsführung selbst oder bei einer schlank besetzten Personalfunktion, was ein pragmatisches, aufwandsarmes Vorgehen umso wichtiger macht. Für Geschäftsführungen mittelständischer Betriebe, die häufig zugleich für Personalstrategie und operatives Tagesgeschäft verantwortlich sind, stellt sich dabei die Frage, wie ein solches System mit vertretbarem administrativem Aufwand eingeführt werden kann, ohne in die aufwendigen Kompetenzmodelle großer Konzerne zu verfallen. Dieser Beitrag erläutert die Grundlagen des Kompetenzmanagements, zeigt den Aufbau einer praxistauglichen Skill-Matrix, ordnet den Bezug zu DIN ISO 30414 als Rahmenwerk für Personal-Reporting ein und gibt eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Einführung im Mittelstand.

Titelbild: Foto von Frederick Shaw auf Unsplash.

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